Rede der UWG am 18.9.2012 im Schulausschuss Drucken
Dienstag, den 18. September 2012 um 20:13 Uhr

Rede der UWG am 18.9.2012 im Schulausschuss gegen eine erneute Beantragung eines Anmeldeverfahrens für eine gemeindeeigene Gesamtschule.

In der direkt folgenden Sitzung des Gemeinderates wurde diese Beantragung trotzdem mit 23 Ja- gegen 17 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen.

 

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

sehr geehrte Mitglieder des Schulausschusses,

sehr geehrte Damen und Herren auf der Tribüne,

liebe Kinder,

auch wir von der UWG haben früher an eine Gesamtschule Alfter geglaubt.

Diese Position können wir schon lange nicht mehr halten, denn das dringend benötigte Geld, das zur Errichtung einer neu zu gründenden Schule erforderlich wäre, gibt es nicht mehr. Auch die erforderlichen Anmeldungen kommen nicht zu Stande. Über die Folgekosten, die jedes Jahr fällig werden, brauchen wir erst gar nicht nachzudenken.

Nichtsdestotrotz halten wir an dem Gedanken einer weiterführenden Schule in Alfter fest, wenn das Wünschenswerte auch machbar wäre. Es ist aber leider nicht machbar!!!

Wir haben leider feststellen müssen, dass sich laut dem Schulentwicklungsplan die Schülerzahler anders entwickeln werden. Ich verweise auch auf den Brief der Bzrg. vom 31.05.2011. Ca. 50% der abgehenden Grundschüler aus der eigenen Gemeinde hätten angemeldet werden müssen, um die damals geforderten 112 Anmeldungen aufzubringen. Eigentlich schon damals unmöglich. Die Bzrg. wies ferner schon damals auf unsere prekäre finanzielle Situation hin... und sagte weiter,..." dass die Kommunalaufsicht ihre Zustimmung nur geben würde, wenn eine pflichtige Errichtung vorliegen würde".

Allen Warnungen zum Trotz hat ein Anmeldeverfahren dieses Jahr stattgefunden. Der Ausgang ist allen bekannt. Auch hier wurden die 100 geforderten Anmeldungen nicht erreicht.

Alternative Möglichkeiten wurden bisher überhaupt nicht in Betracht gezogen. Wertvolle Zeit ist dabei verloren gegangen.

Die Kommunalaufsicht hat sehr deutliche Worte gesprochen. Wir sind verpflichtet zu sparen!!! Wir sind verpflichtet, die Einnahmen zu erhöhen. Jeder Bürger unsere Gemeinde wird schon sehr bald tief in die Tasche greifen müssen, um die fälligen Beträge entrichten zu können. Vielleicht bleibt manch einer auf der Strecke.

Eltern investierten viel Zeit in das Projekt „Gesamtschule". Spuren wurden hinterlassen, nicht nur von Eltern, Kindern, auch von Politikern. Alle wurden von der Realität eingeholt. Nichts geht mehr!! Schade um die vergeudete Zeit, sie hätte vielleicht besser genutzt werden können.

Diesen Wunschzettel "Gesamtschule" können alle Verantwortlichen leider nicht mehr abarbeiten.

Wir müssen den Eltern und Kindern sagen, eine weiterführende gemeindeeigene Schule vor Ort, wie ihr sie euch wünscht, wird es in naher Zukunft nicht geben. Wir können nur auf die Christliche Gesamtschule in Alfter verweisen, diese wird im nächsten Schuljahr mit einer weiterführenden Schule starten. Vielleicht ist dies eine echte Alternative für einige Eltern und Kinder?

Übrig bleibt das große sternförmige Angebot an Schulen rund um Alfter, wie Herr Kremer M. so treffend festgestellt hat. Das ist die Wahrheit. Alles andere geht nicht, ist Täuschung der Eltern und Enttäuschung für die Kinder.

Wir als UWG nehmen unsere Verantwortung wahr und stimmen gegen ein erneutes Anmeldeverfahren.

Dorothea Tradt